Terroir
Wenn man von „Terroir“ spricht, gibt man dem Boden eine zentrale Rolle. Aber der Begriff umfasst längst nicht nur die Bodenbeschaffenheit eines Weinberges.
„Terroir“ ist die Komplexität aller geographischen, geologischen, vegetativen und klimatischen Faktoren, welche die Einzigartigkeit eines Weinbaugebietes ausmachen. Der Wein soll zum Spiegelbild seiner Heimat und den Charakter seiner Herkunft im Glas ausdrücken. Menschen und Traditionen die unser Weinbaugebiet seit Jahrhunderten prägen, fließen im Terroir- Gedanken mit ein. All diese Faktoren werden unter dem Begriff „Terroir“ zusammengefasst.
Girlan ist ein kleines Dorf mit 2.200 Einwohnern auf 448 m Meereshöhe, umgeben von sanften Hügeln, die seit Jahrhunderten dem Weinbau verschrieben sind. Gegen Norden hin schützen die Alpen diese vorwiegend mineralreichen, sandigen und lehmigen Böden und schaffen für die Rebe ideale klimatische Verhältnisse. Die Öffnung gegen Süden zum weiten Etschtal hin fördert den günstigen Einfluss durch das Mittelmeerklima. Die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, vor allem im Herbst, verleihen den Wein einen feinen, ausgeprägten Duft und große Haltbarkeit.
Der heutige Riegel „Gschleier“ war eine römische Garnison, deren Überreste (alte Mauerteile, römische Münzen usw.) im Jahre 1950 gefunden wurde. Seit dem Jahre 1975 wird aus den Vernatschtrauben der Lage Gschleier (im Nordwesten von Girlan), ein besonderer Wein gekeltert.
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